Der Naturpark in der Weinidylle

Das Areal des Naturparks erstreckt sich über die östliche Hälfte des südburgenländischen Bezirkes Güssing und reicht von der Weinbaugemeinde Deutsch Schützen/Eisenberg im Norden über Güssing im Westen und über die Gemeinden Strem, Heiligenbrunn und Moschendorf im Süden.

Orientierungstafel Natura 2000 Gebiet

Die Tafel zeigt eine Auswahl seltener Tierarten, "points of interest" des Konzepts "Öko-Energieland" (eine Initiative des Bezirks Güssing) und eine Übersicht über die Radrouten.

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Die Landschaft

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Der Naturpark umfasst das unmittelbar an die pannonische Tiefebene angrenzende Hügelland zwischen Pinka und dem Strembach. Es ist charakterisiert durch kleinräumige Siedlungsstrukturen, die sich harmonisch in die abwechslungsreiche Landschaft einfügen.

Klimatisch grenzt hier das trockene sommerwarme Klima Pannoniens an das etwas kühlere des waldreichen oststeirischen Hügellandes. Diese Kombination wie auch die Auwälder und Feuchtwiesen der Pinka und des Strembaches begünstigen die Entwicklung einer vielfältigen Flora und Fauna, die in ihrer lokalen Einmaligkeit schützenswert ist.


  Im Zuge der Eröffnung der Pinkataler Weinstrasse im Jahr 1968 wurde bereits in den 70er Jahren das Weinbaugebiet im unteren Pinka- und Stremtal zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Dadurch sollte die kleinteilige Weinbaulandschaft mit ihren oft winzigen Weinkellern und lieblichen Kellergassen erhalten bleiben.

1999 wurde im Weinmuseum Moschendorf der auf der Orientierungstafel gekennzeichnete Teil des Landschaftsschutzgebietes als Naturpark in der Weinidylle offiziell aus der Taufe gehoben. Er umfasst eine Fläche von etwa 7.270 Hektar im Bezirk Güssing (Gemeinden Güssing, Strem, Heiligenbrunn, Moschendorf, Eberau) und dem Bezirk Oberwart (Gemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg).


  Seither wurden verschiedene Naturlehrpfade und Wanderrouten erstellt, um die zahlreichen, aber oft unscheinbaren Besonderheiten der Region für Interessierte und einen sanften Tourismus aufzubereiten - so etwa der nach dem Botaniker Clusius benannte Naturlehrpfad rund um den Stausee in Urbersdorf. Dort befindet sich auch ein Naturwildpark, wo Wildschweine, verschiedene Hirscharten sowie alte Haustierrassen beobachtet werden können. Das Weinmuseum wiederum bietet einen Weinlehrpfad an, der über die lokale Tradition der Rebenkultur und Kellerwirtschaft an der Weinstraße informiert.

Die Siedlungen

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  Rund um Ortschaften mit dem Charme der überschaubaren Größe finden wir zahlreiche kleine Weingärten und romantische Kellergassen mit den teilweise noch in traditioneller Weise strohgedeckten Kellern.
 
 

So zählt das Kellerviertel Heiligenbrunn mit seinen 106 denkmalgeschützen Weinkellern - viele davon strohgedeckt - ebenso wie das Weinmuseum Moschendorf zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region.

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  Auch viele der typischen Bauernhäuser und Kellerstöckl wurden von den Besitzern liebevoll in traditionellem Stil renoviert und prägen so das Landschaftsbild.

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